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Nach 1993 wurde es mal wieder Zeit, dass wir den Rosengarten heimsuchen. So brachen wir mit 16 wackeren Recken Anfang Juli per Bahn und Autos auf. Leider mussten wir auf Conny, den König der Abkürzungen, verzichten. Nach und nach trafen die Autofahrer im Nigglhof in Welschnofen ein und genossen den tollen Ausblick von der Terrasse auf Rosengarten und Latemar. Arno holte um 18 Uhr die Bahnfahrer an der Bushaltestelle ab, vielmehr deren Gepäck. Schließlich sind wir zum Wandern da! Das Abendessen schmeckte super lecker: Honigmelone mit Rohschinken, Käseknödel auf mariniertem Kraut, Rindersteak auf Raukebeet mit Bratkartoffeln und als Nachtisch Crème Brûlée. Und so ging es die anderen Tage ähnlich toll weiter. Am nächsten Tag war unser Ziel der Karersee. Wir liefen zunächst den Panoramaweg gemütlich auf einer Höhe ins Frommertal, bevor es dann steil bergauf zum Elisabeth-Denkmal ging, 120 Jahre nach der Kaiserin. Da brauchten wir erst einmal eine Pause mit einer Vesper.  Ab da ging es wieder gemütlich am Hang entlang zum „Hennenstall“ kurz vor dem Karerpass zur Mittagspause. Nach Pizza und kurzer Ruhepause in Liegestühlen geht’s bergab zum Karersee mit seiner unnatürlich wirkenden Farbgebung. Für den Heimweg nutzten einige den Bus, während andere vorbildlich bis zum Hotel wanderten. Dann gab’s wieder ein köstliches Abendessen mit Blick auf Latemar und Rosengarten. Am Mittwoch stand die Poppekanzel (2328 m) auf dem Programm. Vom Karerpass liefen wir zunächst über breite Schotterwege die Skipiste nach oben. Ab der Bergstation des Lifts ging es auf einem schmalen Pfad zunächst gemütlich und später in steilen, engen Serpentinen nach oben. Die letzten Meter wurden geklettert. Die Belohnung war ein traumhafter Ausblick von der Sella und Marmolada im Osten bis zur Ortlergruppe und den Ötztaler Alpen im Westen, nur getrübt durch leichten Dunst. Für den Rückweg wählten wir verschiedene Varianten. Eine Gruppe durchquerte noch das Felsenlabyrinth am Latemar. Der Grillabend mit Essen im Freien und Blick auf die Berge war der krönende Abschluss des Tages. Den dritten Tag in den Alpen gingen wir wieder ruhiger an – fast. Nach bequemer Wanderung über den Panoramaweg ging es einen schönen Pfad 430 Höhenmeter steil bergauf zum Jocherhof, aber – Ruhetag! Jedoch war die Hagneralm nicht weit und da gab es eine prima Rast, die länger ausfiel als geplant. Da war es einfach wunderschön: Gigantischer Ausblick auf Latemar und Rosengarten, Liegestühle in der Sonne und Buttermilch mit Heidelbeeren! Nach „kurzer“ Pause am Schillerhof (nein, der war nicht hier) wanderten wir über die Wolfsgrube zurück zum Hotel. Freitag war der Höhepunkt: Wir wanderten die „kleine“ Rosengartenrunde und zwar eine Gruppe über das Tschager Joch und die anderen über den Vaiolonpass. Wir fuhren zunächst mit Seilbahn und Sessellift zur Rosengartenhütte (Kölner Hütte). Dort trennten sich unsere Wege um sich auf der östlichen Seite der Rosengartengruppe wieder zu vereinen. Auf beiden Pfaden ging es in steilen, engen Kehren durch Geröllhalden bergauf. Immer wieder drehten wir uns um, damit wir die herrliche Aussicht genießen konnten. Auf den Passhöhen gab es eine kurze Pause, bevor wir auf der anderen Seite ebenso steil wieder nach unten steigen mussten. Auf der Rotwandhütte trafen wir uns alle wieder zur gemeinsamen Rast. Der Rückweg führte uns um die Südspitze des Rosengartens herum und am Cristomannos-Denkmal vorbei zur Paolinahütte. Von dort ging es auf unterschiedlichen Wegen zurück zum Hotel. Am letzten Wandertag liefen wir vom Karersee unterhalb des Latemar in Richtung Obereggen. Am Bewallerhof zweigen wir ab in Richtung Samberg um auf der Alm „Häusler Sam“ unsere Mittagspause einzulegen. Leckeres Essen und Liegestühle in der Sonne versüßten die Rast. Außerdem gab es noch Alpakas und Esel mit ihren Jungen zu bestaunen. Der Rückweg war beschwerlich. Wir verpassten an einer Stelle den richtigen Abzweig und liefen gefühlte 10 Stunden über eine Schotterpiste ins Tal. Dort kamen wir auf die Bundesstraße, von der es erst nach ca. 500 Metern ein entrinnen gab. Wir überquerten den Welschnofner Bach und – landeten im Nichts. Kein Weg mehr und keine Markierung die uns weiterhalf. Wir liefen querfeldein den Hang bergan und kamen nach einer gefühlten Ewigkeit tatsächlich nach Welschnofen und zu unserem Hotel. Schön war’s, auch anstrengend und Abenteuer gab’s ebenfalls. Die Wanderwoche war zu Ende. Am Sonntag fuhren die meisten mit der Bahn zurück, während andere noch im Süden blieben, um sich von den schönen Strapazen zu erholen. Vielen Dank an alle Wanderer für diese tolle Woche in einer fantastischen Umgebung! So schön, dass wir im nächsten Jahr dort nochmal hinfahren.
Ski-Club Oberrad 1984 e.V.
Rosengarten und Latemar
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