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Wandern am Pragser Wildsee 2020 Der Pragser Wildsee ist ein Bergsee vor einer beeindruckenden Kulisse. Das Wasser ist glasklar und leuchtend grün gefärbt. Der ursprünglich beschauliche See ist in den letzten Jahren zu einer Pilgerstätte geworden, weil dort die italienische Fernsehserie „Un passo dal cielo“ (Bergpolizei) mit Terence Hill gedreht wird und nun halb Italien sich die Handlungsorte ansehen will. Der See liegt in den Sextener Dolomiten in Sichtweite zu den Drei Zinnen. Die Fahrt mit der Bahn gestaltete sich schwierig, weil der von uns gebuchte Zug wegen Bauarbeiten ausfiel. Die Mitarbeiterinnen von Bahn-Gruppenreisen gaben sich aber alle Mühe um einen guten Ersatz zu finden. Leider gab es auch bei der alternativen Zugverbindung Probleme, weil es durch einen „Personenschaden“ Verzögerungen gab und der Zug erst mit Verspätung in München eintraf. Nur durch den heldenhaften Einsatz von Christel gelang es, dass die Gruppe den Anschlusszug in München doch noch erreichte. Dort stiegen auch Melanie und Pia zu. So kamen die Bahnfahrer schließlich doch noch planmäßig in Prags an, wo sie von den „Autofahrern“ begeistert empfangen wurden. Unsere Wirtsleute im Gasthof Huber“ versuchten eine halbwegs Corona gerechte Abwicklung zu gewährleisten.  So konnten wir meist auf der großen Terrasse frühstücken und zu Abend essen. Und das Essen war wirklich sehr gut! Zum Einwandern liefen wir von unserem Gasthof am Pragser Bach (Rio di Bràies) entlang zum Wildsee. Der Weg dorthin war noch halbwegs beschaulich, aber am See erwarteten uns die Touristenmassen und natürlich die Bergpolizei, die auf den ordnungsgemäßen Gebrauch des Mund-Nasenschutzes achtete. Nach einer halben Runde um den See mit einem erfrischenden Fußbad, wanderten wir zur etwas höher gelegenen Grüntalalm um dort zu rasten. Auf dem Rückweg wollten wir noch einen Abstecher zur Speckstube Eggerhof machen. Dieser Weg wurde uns aber von einer Vielzahl umgestürzter Bäume versperrt und so mussten wir von dieser zweiten Rast Abstand nehmen. Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Bus zu der in knapp 2000m Höhe gelegenen Plätzwiese. Von dort wanderten wir zunächst recht steil bergauf und dann an der Flanke des „Dürrenstein“ entlang zum Strudelkopf. Einen Strudel gab es zwar nicht, dafür jedoch einen herrlichen Blick auf die Drei Zinnen und in Richtung Norden in weiter Ferne auf den Großvenediger. Nach ausgiebigem Festhalten aller Eindrücke auf dem heutigen Zelluloid (Speicherkarte) wanderten wir zurück, um uns auf der Plätzwiesen-Alpe mit den Radfahrern Jutta und Thomas und den später angereisten Betty und Max zu einer schönen Jause zu treffen. Am nächsten Tag wurde es anstrengend. Vom Gasthof Brückele (1500m) wanderten wir stetig bergauf zur Zwischenstation Rossalm (2200m). Frisch gestärkt ging es dann auf einem wunderschönen Bergpfad in Richtung Wildsee weiter. Harry scheiterte beim Versuch direkt vom Berg in den viel tiefer liegenden See zu springen und landete stattdessen im Gestrüpp. Dabei riss er sich leider die Hand auf, die später noch im Krankenhaus genäht werden musste. Vor Ort leistete zunächst Steffi hervorragende Erste Hilfe! Nach diesem Schreck folgte der Nächste, denn nun ging es 600 Höhenmeter überwiegend auf einem Geröllfeld steil bergab. Für die Knie- geschädigten war es eine Qual. Erfrischung gab es dann inForm eines Fußbades oder eines Ganzkörperbades (Max) im Wildsee – herrlich! Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus zum Wildsee.  Wir wanderten erst den See entlang, bevor wir in das Grünwaldtal abbogen und diesem folgten. Die ersten 200 Höhenmeter ging es nur gemächlich bergan, bevor der Weg schließlich zu einem steil ansteigenden und sehr schönen Bergpfad wurde. Belohnt wurden wir, als wir in 2100m Höhe zu der in einer Mulde liegenden Hochalm kamen. Zwischen Hühnern, Truthähnen und Ziegen gab es leckere Köstlichkeiten, die unsere Lebensgeister wieder beflügelten. Bei Betty, Christel und Michaela war plötzlich noch so viel Energie da, dass sie noch weiter zum Hochalmsee wanderten. Die übrige Gruppe lief den gleichen Weg zurück. An der Grünwaldalm trafen wir uns alle wieder. Tags darauf wanderten wir vom Wildsee zum Kühwiesenkopf. Der anfänglich noch moderat ansteigende Weg verlor sich schließlich zwischen kreuz und quer liegenden Bäumen im Nirwana. Unermüdlich kämpften wir uns durch das Dickicht zwischen umgestürzten Bäumen und matschigen Wiesen hindurch, bis wir tatsächlich wieder auf einen Weg kamen. An der, leider nicht bewirtschafteten, Kühwiesenalm ruhten wir uns erst einmal aus und erfrischten uns. Denn anschließend ging es auf einem schmalen, aber schönen Pfad steil bergauf zum Gipfel. Leider zogen zwischenzeitlich immer mehr Wolken auf und wir befürchteten, dass wir in das angekündigte Gewitter kommen würden. Deshalb verkürzten wir unsere Tour und stiegen nicht zu unserem Gasthof, sondern zur Speckstube Eggerhof ab. So kamen wir zum Glück nicht in das nun aufziehende Gewitter und obendrein zu einem leckeren Mittagessen. Nachdem Essen und Regen beendet waren, liefen wir an der Straße entlang zu unserer Unterkunft. Die ersten Tage wurden wir von der Sonne verwöhnt und hatten herrliches Wetter. Das hatte sich jetzt aber völlig verändert, denn es regnete ohne Unterbrechung. An Wandern war nicht zu denken. So fuhren wir mit der Bahn nach Bruneck. Dort regnete es zwar genauso stark und ohne Unterlass, aber wir konnten uns wenigstens von Geschäft zu Geschäft retten. Der Tag der Abreise. Unglücklicherweise begann an diesem Tag die Hauptsaison in Prags und die Straße ins Tal war völlig verstopft. Dadurch kam der Bus nicht rechtzeitig und so wurden die Bahnfahrer von unserem Wirt und mir mit Kleinbus und PKW nach Niederndorf zum Bahnhof gefahren. So erreichten sie diesen Zug zwar rechtzeitig, kommen schließlich aber doch erst mit fast einer Stunde Verspätung in Frankfurt an. Jutta und Thomas fuhren weiter nach Bozen und Betty und Max nach Soraga. Elke und ich reisten weiter ins Ultental bei Meran. Dort soll nämlich nächstes Jahr die Bergtour hingehen.
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